Besuch in St. Koloman zur Vorbereitung für einen MaZ-Einsatz in Angola.

2022-06-14 10:42

Elisabeth Schindegger wird beim Pfingsttreffen gesendet.

Am Beginn der Vorbereitung zur „Mission auf Zeit“ stand der Besuch in St. Koloman. Elisabeth wurde von Sr. Christina, die die „MaZlerinnen“ (Missionarinnen auf Zeit) begleitet und Sr. Christa Petra herzlich willkommen geheißen.

Im Zuge der Vorbereitung auf ihren Auslandseinsatz, der sie nach Angola führen wird, nahm sie an einer Veranstaltung im „Quo Vadis?“ zum Thema „White Saviorism“ teil.

Sie berichtet:

 Im Prinzip geht es um das oft gesehene und wiederkehrende Bild des "Weißen", der den "Schwarzen" rettet. Man kann das umlegen auf die Europäer, die Afrika retten.

Das Thema war für mich sehr spannend, da auch dieser Konflikt mich in meinem Freiwilligeneinsatz in Angola ganz sicher beschäftigen wird. Als weiße Person hat man Privilegien, deren man sich oft gar nicht bewusst ist.

Ich bin mit der Vorstellung in das Seminar gegangen, danach zu wissen, wie ich Rassismus vermeiden kann und was "die Lösung gegen White Saviorism ist". Aber mir wurde schnell bewusst, dass das eine unrealistische Erwartungshaltung ist. Vielmehr geht es um die Sensibilisierung und das Sich-bewusst-machen dieser Problematik.

Besonders spannend fand ich auch die letzte Übung, in der wir Spendenplakate für Afrika analysiert haben. Allein, dass wir vom ganzen Kontinent Afrika so sprechen, als wäre es ein Land, ist schon Teil des Problems. Wie für Spenden geworben wird, hat auch viel damit zu tun, was wir Europäer für ein Bild von "Afrika" haben: "Alle sind arm, leiden an Hunger und müssen von uns gerettet werden".

So einfach lässt sich das Problem aber nicht beheben. Denn es ist ein Spannungsfeld aus "welche Bilder generieren mehr Spenden" und gleichzeitigem Wunsch, alte Rollenbilder aufzubrechen. Das ist ein gutes Beispiel für das ganze Thema "White Saviorism". Es gibt kein richtig und kein falsch. Es ist ein abwiegen, reflektieren und immer wieder neu zu überdenken und im Austausch bleiben.

 

Bei der Sendungsfeier zu Pfingsten in St. Gabriel wurde Elisabeth als Missionarin auf Zeit gesendet.
Wir wünschen ihr Gute Reise, Gottes Segen und viele missionarische Erfahrungen.

 Bilder: SSpS

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