Bolivien: Allein in Schmerz und Trauer

2021-06-10 13:04

Sr. Rosa berichtet: Begleitung und Unterstützung der Kranken, Sterbenden und Trauernden in dieser schwierigen Zeit ist dringend nötig.

Die globale Gesundheitskrise, die durch die Corona-Pandemie verursacht wurde, stellt auch die kolumbianische Bevölkerung vor große Herausforderungen und Probleme.

Die strengen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und zum Schutz der Menschen kosten viel Kraft und Energie. Es entsteht viel psychisches Leid, weil die Menschen große Opfer bringen müssen, um durch Isolation und Abstand, ihre Familie, Freunde, Nachbarn und sich selbst zu schützen.

Angehörigen ist es nicht möglich, Covid-19 Patienten zu besuchen, oder sich von ihren sterbenden Familienmitgliedern zu verabschieden. Weder die Erkrankten noch die Hinterbliebenen können aufgrund der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung in ihrem Schmerz begleitet oder getröstet werden. Der wichtige Prozess der Trauerarbeit wir dadurch erheblich erschwert und Ohnmacht und Einsamkeit quälen die Menschen.

Wie wichtig ist es, den Schmerz und die Trauer anzunehmen, die Realität des Todes anzuerkennen, Gefühle auszudrücken, Erinnerungen an den Verstorbenen wachzurufen, die Trauer mit anderen zu teilen. Betreuung der Trauernden ist im Moment kaum möglich. Wir brauchen dringend Raum für gemeinsame Trauerarbeit und die Bewältigung der traumatisierenden Erlebnisse, Unterstützung, Solidarität und Beistand in der Not.

Sr. Rosa bildet in Kursen Frauen und Männer aus, die Familien in extremen Situationen begleiten können. Viele Familien sind schwerst betroffen durch den Verlust von lieben Angehörigen und benötigend dringend Unterstützung in vielen Bereichen des täglichen Lebens.

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