Bolivien kommt nicht zur Ruhe.

2019-11-29 10:45

„Verteidigen wir das Leben gegen die Gewalt!“

Sr. Sara SSpS schreibt aus Titagallo: „Bolivien kommt nicht zur Ruhe. Das führungslose Land stürzt in Chaos.“
Seit einigen Jahren fördert die Missionsprokur St. Gabriel International ein Programm unter dem Titel „Verteidigen wir das Leben gegen die Gewalt!“ Drei Kommunitäten der Steyler Missionsschwestern sind daran beteiligt. Jetzt sitzen sie mitten in den gewalttätigen Ausschreitungen.
In der Stadt schützt man sich vor Plünderungen, auf dem Land errichten die Bauern Straßenblockaden anstatt die Felder zu bebauen. Seit einem Monat sind keine Einkäufe in der Stadt möglich. Die Psychologinnen und Sozialarbeiterinnen des Projekts können ihre Einsatzorte nicht erreichen.
„Das Projekt steht (still)“, meldet Sr. Sara.
Die geplanten Aktivitäten des Projekts werden gerade unterbrochen durch einen 24-Stunden Notdienst der Schwestern. In Cochabamba setzen sie sich bei Nachtwachen mit ihrer Präsenz für Frieden ein. In den abgeschnittenen Dörfern bewahren sie Ruhe und weisen auf den Segen hin, dass weder Polizei noch Militär Gewalt anwenden und Frieden als oberstes Ziel verfolgen.
Das Projekt steht nicht, ganz im Gegenteil: Es ist gerade in eine Phase unbezahlter und unbezahlbarer gelebter Praxis von Gewaltlosigkeit und Friedensarbeit übergegangen!
Ein Anlass, nicht müde zu werden, in der Adventszeit um Frieden und Versöhnung für die zahllosen Krisenherde in der Welt zu bitten.

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