Ein Funke Hoffnung sein

2017-08-11 14:54

Europäisches Junioratstreffen in der Ukraine

Die letzte Woche verbrachten wir 18 Juniorats-Schwestern (Schwestern in Ausbildung) aus ganz Europa mit unseren Junioratsleiterinnen bei unseren Schwestern in der Ukraine. Communio zu leben – miteinander in Gemeinschaft zu sein: das versuchen wir Steyler Missionsschwestern überall auf der Welt zu leben und das war unser Thema in diesen Tagen.
Arnold Jansen und Mutter Josefa „kamen dazu eigens in die Ukraine zu Besuch“ um zu hören, wie denn nun das Gemeinschaftsleben der jungen Schwestern in Europa so gelingt. Es war spannend zu erfahren, wie vielfältig die Tätigkeitsfelder und Erfahrungen der unterschiedlichen Schwestern sind. Dennoch bilden der Kontakt mit sozial benachteiligten Menschen, eine gute Ausbildung im theologischen Bereich und die Arbeit mit jungen Menschen einen klaren Schwerpunkt.
Seit dem letzten Generalkapitel haben wir uns vorgenommen, „unseren Kreis zu weiten“, andere in unsere Sendung einzubeziehen. So weiteten wir den Kreis dieser Gemeinschaft bei diesem Treffen, indem wir durch die Mitteilung unterschiedlicher Gäste hörten und sahen, wie „Die Revolution der Würde“ im Jahr 2014 die Situation in der Ukraine veränderte. Die monatelangen friedlichen Proteste der Bürger und Bürgerinnen wurden im Februar 2014 von der Polizei gewaltvoll beendet. Viele Ukrainer verloren dabei ihr Leben. Nach der Flucht des Präsidenten folgte die Annektierung der Krim durch Russland und der Krieg im Osten der Ukraine begann. Seitdem sterben Tag für Tag Menschen in den umkämpften Gebieten. Wir erfuhren von den prekären Lebensbedingungen der ukrainischen Soldaten und Zivilisten in den Kriegsgebieten, von der großen Solidarität der Ukrainer untereinander und von dem außerordentlichen Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer.
Unsere Schwestern erzählten uns auch von ihren Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit einer Organisation von Christen, die in der Grauzone der Kriegsgebiete die dort zurückgebliebenen Menschen besuchen und versorgen. Dabei handelt es sich meist um alte und kranke Menschen, aber auch Kinder sind in dieser Gegend weiter anzutreffen.
Betroffen von der leidvollen Geschichte des Landes, aber auch berührt von dem, was möglich ist, wenn man mutig versucht solidarisch zu leben, schien in all dem Tod und Elend ein Funke Hoffnung auf. Diese Hoffnung wurde noch größer als wir schließlich gemeinsam mit unserer Mitschwester Svitlana ihre ewigen Gelübde feierten.
Für uns Schwestern war es ein Geschenk, an dieser Feier teilnehmen zu können. Unsere Verbundenheit wird über Ländergrenzen hinweg bestehen bleiben: Sr. Svitlana mit Ablegung der ewigen Profess die Missionsbestimmung für ihr Heimatland – um im Einsatz für die Menschen selbst ein Funke Hoffnung für sie zu sein.
Wir danken den Mitgliedern der Heilig-Geist-Gemeinschaft, die durch ihre Unterstützung diese Ausbildungswoche für uns möglich gemacht haben.

Junioratschwestern SSpS

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