Ein neuer Warteraum für die Margi Rahayu Klinik in Java, Indonesien

2021-02-19 14:18

„Das neue Normal“ – Leben und Arbeiten in der Pandemie

Zwei Monate sind im Jahr 2021 vergangen, und in einem Jahr hat Covid-19 vieles verändert. Es gibt keinen einzigen Bereich, der nicht von dieser Pandemie betroffen ist. Das bekam auch die Margi Rahayu Klinik zu spüren. Die Zahl der Patientenbesuche ging dramatisch von durchschnittlich 30 Patientenbesuchen pro Tag auf ca. zehn Patienten pro Tag zurück. Das liegt daran, dass einige Patienten aus Angst vor einer Ansteckung nicht mehr in die Klinik kommen. Die Klinik hat auch vorübergehend aufgehört, Impfungen für Säuglinge und Kleinkinder durchzuführen. Mitte Juni wurde jedoch ein Rundschreiben des Gesundheitsministeriums herausgegeben, in dem auf die Bedeutung von Impfungen für Säuglinge und Kleinkinder hingewiesen wurde. Daraufhin hat die Margi Rahayu Klinik im Juni 2020 wieder mit der Durchführung von Impfungen begonnen.

Anfang Juli 2020 hat Indonesien mit der Einführung des "New Normal" eine neue Politik eingeführt. Das neue Normal bedeutet, die Hygienebestimmungen im Alltag zu leben, um die Menschen sicher durch die Pandemie zu führen.

Das bedeutet in unserer Klinik, dass die Patienten eine Maske tragen und sich die Hände waschen müssen, bevor sie das Gebäude betreten. Stühle sind mit Abstand aufgestellt. Es sollten nicht mehr als zwei Patienten im Wartezimmer der Klinik warten, da das Wartezimmer der Klinik sehr klein ist. Alle anderen müssen außerhalb des Raumes warten. Die Registrierung und die Abholung der Medikamente wurde früher in einem Zimmer abgewickelt, nun geschieht das in zwei Räumen. Ebenso müssen die gesunden Babys, die nur zur Impfung kommen, von den anderen kleinen Patienten räumlich getrennt behandelt werden, um durch diese räumliche Trennung die Übertragung von Krankheiten zu verhindern. Nun versucht die Klinik einen Platz für die Impfung in einem engen Stillraum zu finden.

Wegen all dieser neuen Gegebenheiten gibt es nicht genug Platz, um die Patienten gut zu betreuen. Deshalb wird eine Garage neben der Klinik zu einem Warteraum umgebaut. Dieser soll als Warteraum für die Familien der Patienten dienen, die in die Klinik kommen oder geimpft werden sollen. Es gibt Einiges zu tun, denn das Dach ist undicht und der Boden uneben und holprig.

Außerdem möchten wir die Menschen in unserer Umgebung mit Lebensmittelspenden unterstützen, die besonders unter den Folgen der Pandemie leiden und in großer Not sind.

Ein großes Dankeschön an alle, die uns dabei unterstützen.

SSpS in Java, Indonesien

 

 

 

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