Es ist 5vor12! Gemeinsam für eine bessere Zukunft

2021-10-11 11:20

Orden setzen sich für Klimaschutz ein.

Die Österreichische Ordenskonferenz hat am 4. Oktober 2021 um 5vor12 durch das Läuten zahlreicher Glocken in ganz Österreich einen Weckruf gestartet. Dieses Zeichen für den Klimaschutz und die Schöpfungsverantwortung sollte am Festtag des Hl. Franziskus darauf aufmerksam machen, dass es Zeit ist zu handeln.

Sr. Hemma nahm als Provinzleiterin der Steyler Missionsschwestern in Österreich, Südtirol und Rumänien und Mitglied des Vorstandes der Österreichischen Ordenskonferenz am Pressegespräch teil:

Papst Franziskus schickt uns mit seiner gestarteten Laudato-ì -Aktionsplattform auf eine 7-jährigen Reise, mit dem Ziel, dass jede und jeder Einzelne einen Beitrag zum ökosozialen Wandel leistet. Wir Ordensgemeinschaften Österreich machen da gerne mit! Wir wollen Vorbilder sein!

Ordensgemeinschaften und Klöster verstehen sich per se als "Solidar-Gemeinschaften" in denen vieles miteinander geteilt wird. Das ist auch ein Sinn des "Gelübdes der Armut".

Vor 1500 Jahren haben die Benediktiner*innen begonnen, die Landschaften in Europa zu kultivieren und zu pflegen. Heute gibt es in (fast) jedem größeren Ordenshaus oder Kloster einen Garten, manchmal auch noch Landwirtschaft, oft ökologisch geführt und innovativ.

Ein Beispiel von uns Steyler Schwestern:

In unserem Provinzhaus St. Koloman in Stockerau leben 80 Schwestern. Unser Beitrag für das Klima: Photovoltaikanlage (auch auf anderen Häusern, auch in Rumänien), Nutzwasser für die Toiletten, weniger Fleischkonsum – ein guter Teil von Gemüse, Obst und Kräutern kommt aus unserem Garten, nur 2 Autos für 80 Schwestern. Unsere kleineren Gemeinschaften in Österreich haben keine Autos – wir nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel, gehen zu Fuß, fahren mit dem Rad, …

Wir sind uns bewusst, dass wir als Missionarinnen auch Verantwortung tragen für unsere Mitschwestern auf anderen Kontinenten. Internationale Ordensgemeinschaften sind an sich schon Netzwerke, die weltweit mit Menschen und verschiedenen Organisationen im Anliegen von Klimaschutz und Sozialer Entwicklung zusammenarbeiten.

In Indonesien z. B. setzten sich Steyler Schwestern und Brüder sehr aktiv gegen die Abholzung des Regenwaldes und gegen die Pflanzung von Monokulturen (Palmöl) ein. In Bolivien, Brasilien, Paraguay, Indien und auf den Philippinen gibt es viele Schulungen zu ökologischer Landwirtschaft, Ressourcen, Umweltschutz.

Im Sinne der Solidargemeinschaft können wir tatsächlich "Vorbilder" sein.

Zurück