Gott suchen – Menschen begegnen

2020-11-27 10:40

Fragen und Antworten. Ein Interview mit Elisabeth Miedler

Elisabeth Miedler ist Religionslehrerin in zwei Weinviertler Volksschulen. Mit viel Herz und Engagement unterrichtet sie ihre Schülerinnen und Schüler und viele schwärmen noch nach Jahren von ihren „Brot-Stunden“ und den Schulmessen.

Barbara: Was verbindet dich mit den Steyler Missionsschwestern?

Elisabeth: Meine erste Steyler Schwester war Schwester Halleluja, aus einem Comic der Kinderzeitschrift Weite Welt. Diese Seite habe ich sofort als erste gelesen. Schwester Halleluja hat mir gefallen, weil sie so mutig und fröhlich war.  In meiner Jugendzeit habe ich immer die Jugendmesse „Basilika“ besucht, die in den Wintermonaten im Kloster St. Koloman gefeiert wurde. Da habe ich dann „echte Steyler Schwestern“ kennengelernt. Die Begegnungen mit ihnen waren und sind für mich jedes Mal spannend und weiten meinen Blick.

Barbara: Warum bist du Religionslehrerin geworden?

Elisabeth: Als Kind habe ich sehr gerne Schule gespielt und wollte immer dabei die Lehrerin sein. Andererseits habe ich gerne in der Pfarre mitgeholfen, habe Kindermessen vorbereitet, eine Jungschargruppe geleitet, … Und so habe ich das verbunden und bin Religionslehrerin geworden.

Barbara: Was gibt dir Kraft? Was schenkt dir Freude?

Elisabeth: Die Mahlzeiten mit der Familie - gemeinsam essen, plaudern und lachen.
Der Sonntag – gemeinsam in die Kirche gehen und Zeit haben für die Familie, zum Lesen, … Allein einen weiten Spaziergang machen, über die Felder gehen, die Natur erleben, die Gedanken wandern lassen …Musik – Flöte spielen, singen, …

Barbara: Wie gestaltest du mit deiner Familie die Adventszeit?

Elisabeth: Wir setzen uns am Abend zusammen, zünden in Stille die Kerzen am Adventkranz an, dann beten und singen wir gemeinsam.

Barbara: Hast du ein Lieblingsgebet? Wie betest du am liebsten?

Elisabeth: Ein wichtiges Gebet bei unseren Adventfeiern ist „der Engel des Herrn“. Wir singen ihn auch gerne. Ich liebe diese Melodie, die mir von Kindheit an vertraut ist. Ich fühle mich dann stark mit jenen verbunden, mit denen ich dieses Gebet als Kind gebetet habe.
Ansonsten bete ich gerne allein, zeitig in der Früh, wenn es noch ruhig ist im Haus. Am Abend bete ich mit meinem Tagebuch und schaue zurück auf die Begegnungen des Tages.

Barbara: Deine Lieblingsbibelstelle?

Elisabeth: Psalm 63: Gott, du mein Gott, dich suche ich … Ja, und dann die Begegnung von Maria und Elisabeth …

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