In “Casa Nazaret“ trifft man sich gerne

2018-02-13 07:53

Sr. Maria Chiara berichtet aus Rumänien:

„Casa Nazaret“ nennt sich unser Pastoral-und Sozialzentrum in unserem Dorf Răducăneni. Nach wie vor ist „Casa Nazaret“ ein Ort, wo sich Klein und Gross gerne treffen.
Jeden Samstag Abend treffen sich in “Casa Nazaret“ die Jugendlichen, eine Guppe von 30 bis 40 jungen Leute. Die Priorität des Zusammenkommens ist die wöchentliche Katechese. Pr. Alin Butnaru nimmt sich dieser jungen Menschen in besonderer Weise an.
Nachdem in unserer Pfarre Monate lang kein Kaplan mehr war, sind die meisten Jugendlichen ihre Wege gegangen und haben den Faden zum kirchlichen Leben mehr oder weniger vernachlässigt. Zu „Casa Nazaret“, ebenso Sonntags zur Kirche, kamen nur mehr wenige. Sr. Ana Tișea, die für sie ihre Kontakt-und Begleitperson war, fehlte auch, da sie im März 2017 für drei Jahre zu einem missionarischen Einsatz auf den Philippinen gehen durfte. Sr. Maria Ansila und ich haben versucht den Jugendlichen in dieser “Transitzeit“ nahe zu sein, sie zu unterstützen, zu ermtugen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Das war am einfachsten beim gemeinsamen Spielen in der kleinen Küche in „Casa Nazaret“. Die wichtigsten Themen waren wohl immer Schule und Familie. Während sich manche mit nicht leichten Familienproblemen (z. B : finanzielle Probleme, Alkoholkonsum, ein Elternteil oder beide im Ausland wegen Arbeit usw.) konfrontieren, erzählten andere,wie dankbar sie für ihre Eltern sind, wie sie arbeiten und sich um ihre Familie bemühen.
Als am 4. Mai vorigen Jahres das diözesane Jugendtreffen stattfand, kam die kleine Jugendschar und bat uns, sie zu ihrem Treffen zu begleiten. Das hat uns überrascht und wir haben ihre Einladung sehr gerne angenommen. Für dieses Treffen hat sich die kleine Gruppe besonders gut vorbereitet und ihr Bestes gegeben. Beim Jugendfestival, das nach der Festmesse stattfand, haben sie auf der Bühne ihr geniales Können gezeigt. Die wunderschönen traditionellen Volkstänze haben bei allen viel Applaus bekommen.
Seit Juli vorigen Jahres ist Pr. Alin als neuer Kaplan in unsere Pfarre gekommen, nachdem er zwei Jahre in Ecuador als Diözesanpriester tätig war. Es ist ihm gelungen, die Jugendlichen unserer Gemeinde wieder zu sammeln, sodass “Casa Nazaret“ jeden Samstagabend oder immer wann sie wollen, für eine zahlreiche und lebendige Jugendgruppe wieder ein Ort froher Begegnung sein kann. Bei der Katechese bespricht und vertieft der Kaplan mit ihnen verschiedene Glaubensthemen wie z. B. die Sakramente. Einmal im Monat ist auch Taize-Gebet oder ein Besinnungsnachmittag. Anschliessend bei einer Tasse Tee und etwas Süssem, oder einem Tischtennisspiel lassen die Jugendlichen ihren Samstagabend in „Casa Nazaret“ ausklingen.
Nicht nur das Zusammenkommen ist unserer Jugend wichtig. Sie wollen ihren Glauben auch durch kleine Taten verbinden. In der Weihnachtszeit sind wir mit ihnen durchs Dorf gezogen und haben alte, kranke und alleinstehende Menschen besucht und ihnen einen Weihnachtsgruß gebracht. Am Fest Epiphanie des Herrn besuchten wir die Alten und Kranken des Alten-und Sozialheimes hier in Raducaneni. Drei Jugendliche mit Stern und als Könige gekleidet waren für diese Menschen ein besonderes Weihnachtsgeschenk.
Auch wenn wir Schwestern momentan nicht so direkt in der Jugendpastoral involviert sind, versuchen wir einfach präsent zu sein. Wir möchten die Jugendlichen durch unsere missionarische Präsenz daran erinnern,dass auch sie, als junge Menschen, für die Mission Jesu mitverantwortlich sind.- Und warum nicht auch, die eine oder der andere, als Missionar oder Missionarin berufen sein können und dass es sich lohnt IHM dafür von Herzen Ja zu sagen.

Sr. Maria Chiara Ellecosta, SSpS

Zurück