Junge Ordensleute in Innsbruck feiern Messe für die Verstorbenen in der Heimat.

2020-11-24 12:15

Kein Reisen zu Begräbnissen möglich.

Corona macht Reisen schwierig. Das schmerzt besonders, wenn Angehörige gestorben sind und ein Dabeisein beim Begräbnis nicht möglich ist. Aus diesem Grund haben wir junge Ordensleute aus der Diözese Innsbruck einen gemeinsamen Gedenkgottesdienst für genau solche Situationen gefeiert. 

Viele von uns stammen aus Übersee, Afrika und Asien. Ein Besuch der Heimat war schon vor Corona teils sehr schwierig, jetzt während der Pandemie fast unmöglich. Wenn ein Familienmitglied oder ein Freund stirbt kann man weder beim Sterbebett noch beim Begräbnis Abschied nehmen. 

Deshalb war die gemeinsame, ordensübergreifende Gedenkfeier in der Pfarrkirche Dreiheiligen eine friedvolle und leise Gelegenheit, der Trauer einen Rahmen zu geben - gestärkt durch das Miteinander in der Gruppe. Damit wurde einerseits die weltweite Dimension und andererseits unser Vernetztsein als Ordensgemeinschaften in der Diözese Innsbruck spürbar. 

Mitfeiernde an diesem Gottesdienst kamen aus Indonesien, Indien, Nigeria, Tansania und Rumänien und hielten die Sicherheitsvorkehrungen ein. Diese schöne, einfache gemeinsame Feier war eine Stärkung für alle Anwesenden.

Die Gruppe "Junge Ordensleute aus Innsbruck" wurde vor fast vier Jahren wieder ins Leben gerufen, nachdem sie einige Jahre brachlag. Ein Schupps für den Neustart kam auch von der damaligen Vereinigung der Frauenorden in Tirol. Wir sind eine recht offene Gruppe zwischen 10 und 15 Leuten und treffen uns etwa zweimal im Jahr. Dabei stärken wir uns gegenseitig in unserer Berufung und fördern auch den interkulturellen Austausch - das ist wichtig, weil die meisten aus der Gruppe nicht aus Österreich kommen.

Am Samstag wurde aber nicht nur für Verstorbene gebetet, sondern auch für die Zukunft, in der wir erkennen, dass wir alle miteinander verbunden sind, in schönen und schweren Stunden.

Sr. Christina SSpS

November 2020

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