Mit unseren Händen können wir etwas Gutes aus diesem neu geschenkten Jahr machen.

2018-01-08 09:07

Wenn Gott bei uns ist, dann ist alles gut.

Wieder hat ein neues Jahr begonnen. Dankbar schauen wir zurück auf alles, das gewachsen ist im vergangenen Jahr. Es war ein gutes Jahr mit all den Auf und Abs, die zum Leben gehören. Wir nehmen sie so, wie sie kommen, weil wir wissen, dass wir nie allein sind in Freud und Leid.

Wir sind nun in der Regenzeit. Den Klimawandel spüren wir immer stärker. Die Perioden von heiß und kalt ändern sich, an der Küste hier wird es immer heißer. Wir versuchen uns, so gut es geht, darauf einzustellen.
Nachdem 800 Schüler in Sommerferien sind, ist es bei uns ruhig, das genießen wir. Es bleibt auch Zeit, Dinge zu regeln. Seit drei Wochen gibt es kein Internet. Wir können nur ab und zu kleine Nachrichten senden.

Vor kurzem hatten wir einen sehr traurigen Todesfall. Ein junger verheirateter Mann mit zwei Kindern, eines davon noch nicht geboren, starb an Tuberkulose und Malaria. TB wurde behandelt, aber die Malaria hat ihn dann getötet, weil es keine Medikamente gab. Diese sind sehr teuer und nur über die Apotheken zu bekommen – und natürlich selber zu bezahlen. 
Bald nach dem Begräbnis kam ein Bub zur Welt und der starb kurz darauf. Manchmal können wir Menschen nur in die Arme nehmen und bei ihnen sein.

Ein großes Danke an alle, die uns mit ihrer Spende helfen. Ich habe mit meinen 80 keine Kraft, Projekte zu machen, aber ich werde dafür sorgen, dass unsere kleine Krankenstation, besonders die Räume für die TB-Kranken nun weiter ausgestattet werden und manchmal auch in Notlagen einzelnen helfen. Mit unseren Händen können wir etwas Gutes aus diesem neu geschenkten Jahr machen. Wenn Gott bei uns ist, dann ist alles gut. Danke für alles!

Sr. Ingeburg SSpS, Malala, PNG, Jänner 2018

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