Nach vorne schauen.

2019-02-19 12:02

Neues von unseren Schwestern aus Athen.

Seit Dezember 2018 zählt unsere "Community in Movement" vier Schwestern: Sr. Ada aus Österreich, die seit Anfang an dabei ist, Sr. Preethi aus Indien, Sr. Ewa aus Polen und Sr. Carmen Elisa aus Argentinien.

Die Schwestern arbeiten jeweils in den verschiedenen Bereichen verantwortlich mit. Sr. Ewa, Leiterin der SSpS-Gemeinschaft, ist viel im Shelter beschäftigt, gibt Englisch-Unterricht und ist, als ausgebildete Psychologin, Kindern wie Erwachsenen eine wichtige Begleiterin in persönlichen Fragen. Zudem ist sie verantwortlich für die Freiwilligen des JRS.
Sr. Preethi findet dank ihrer multi-lingualen Kenntnisse leicht Zugang zu den BewohnerInnen des Shelter und hat ein offenes Ohr für die vielen unterschiedlichen Fluchtgeschichten der Menschen.
Sr. Carmen Elisa, Lehrerin von Beruf und zuletzt Missionssekretärin in unserem Generalat, ist verantwortlich für den Bildungsbereich, den so genannten "Magis-Store", der im 2. Stock des Hauses seinen Platz hat, in dem auch unsere Schwestern wohnen. Diese Initiative zielt darauf ab, den Flüchtlingen eine Perspektive zu eröffnen und sie zu motivieren, in ihre Zukunft zu investieren. Dort ist Platz für Sprachunterricht (Englisch, Griechisch, Französisch), es gibt Computerklassen, eine Bibliothek, einen Spielraum für Kinder und einen Stille-Raum, um sich einmal zurückziehen zu können.

Die Englisch-Klasse ist sehr beliebt und zieht immer mehr Leute an. Da die Gruppe sehr groß ist und die Lernwilligen zwischen 17 und 65 (!) auf sehr unterschiedlichem Niveau sind, wurden Sr. Francisca SSpS, die für einen Monat als Freiwillige mitarbeitet, und Sr. Hemma, die auf Besuch war, gleich zum Mithelfen eingeteilt.
Die Kleingruppe, die Sr. Hemma zugefallen war, bestand aus einer jungen Afghanin mit Maturaabschluss, offensichtlichem Sprachinteresse und Talent, zwei jüngeren Frauen aus dem Iran, die ein paar Grundkenntnisse hatten und einem 65-jährigen Afghanen, der zwar Analphabet ist, aber ein so erstaunlich feines Gehör besitzt, dass er die englischen Wörter beim ersten Hören bereits einwandfrei nachsprechen konnte. Mit der Zeit begann er sogar, englische Wörter in lateinischer Schrift abzuschreiben. Hassan beeindruckte Sr. Hemma durch seinen Lerneifer und seine strahlende Freundlichkeit wohl am meisten in dieser Stunde.

Sr. Ada sorgt weiterhin für die Kranken und Verletzten, nicht nur im Shelter, sondern auch für Flüchtlinge aus der Umgebung, die die Angebote des JRS nützen. Außerdem ist es ihr wichtig, das Shelter in sauberem und geordnetem Zustand zu halten und darauf zu achten, dass es bei der Vielfalt von Kulturen und bei wechselnder Belegschaft in aller Einfachheit und Improvisation ein halbwegs lebenswerter Ort bleibt.

Die Präsenz von mitfühlenden Menschen macht einen riesigen Unterschied, auch wenn Ohnmacht für die FlüchtlingshelferInnen ein allgegenwärtiges Gefühl ist. Denn es bedeutet schon viel, von fremden Menschen einfach als Mensch wahrgenommen und willkommen geheißen zu werden.

     

Zukunftswünsche...

alle Fotos: SSpS

 

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