Neue Wege der Kommunikation in Roman

2020-06-03 12:41

Sr. Patrizia berichtet:

Nun ein kleiner Einblick in unser Sein unter den Menschen, das sich seit März, aufgrund der Pandemie auch bei uns unerwartet verändert hat:

Die strengen staatlichen Regelungen haben uns verpflichtet die Aktivitäten einzustellen und so läuft unser Einsatz derzeit im Homeoffice ab. In unserem ACAR-Zentrum mussten wir alle unsere Pläne ändern und den geplanten Ausflug mit den Familien absagen. Wir suchten eine neue Form, wie wir trotz dieser Krisenzeit unseren Aufgabenbereich weiterführen können. Die moderne Technik ist uns im Aufstellen des neuen Programms eine großartige Hilfe, um weiterhin die Verbindung mit den Familien pflegen zu können. Über Facebook wird ein Programm für die Familien angeboten, welche eine besondere Hilfe nötig haben und unsere ACAR-Zentren derzeit nicht besuchen können.

Gespräche, Austausch und Programmerstellung von Seiten der Organisation ACAR finden bei Videokonferenzen statt. Ebenso online werden unsere wöchentlichen Gruppentreffen abgehalten und es funktioniert zu unserer Überraschung. Wo diese Verbindung nicht möglich ist, nehmen wir Kontakt über Telefon auf. Es gilt verantwortungsvoll alle Sicherheitsvorschriften einzuhalten und soweit als möglich auf diesem Weg mit den Menschen in Kontakt zu bleiben, bis ein Lockerung der strengen Vorschriften wieder möglich ist.

Die Aktivitäten mit den Kindern im Tageszentrum mussten ebenfalls während dieser Zeit aufgegeben werden. Der Kindergarten, wo Sr. Theresia angestellt ist, wurde auch geschlossen. Das Programm für die Kinder wird den Eltern online angeboten. Leider ist das Programm für die Roma-Familien, derzeit auch nicht möglich. Das Projekt wird vom Franziskanerorden geführt und sobald die staatlichen Vorschriften gelockert werden, ist es sicher wieder möglich in diesem Bereich mitzuarbeiten.

In den vergangenen Wochen haben wir auch Schutzmasken genäht, die wir dem Krankenhaus hier in Roman geschenkt haben, weil solche nicht ausreichend vorhanden waren.

Diese Situation möge uns lehren, achtsam mit der Natur zu leben und auch den gewohnten Lebensstil neu zu überdenken und in allem auf die KRAFT GOTTES zu vertrauen. Alles wurde etwas gebremst und darin liegt die Chance, über unser SEIN zu reflektieren. Möge uns die Einsicht geschenkt werden, das GUTE in dieser Welt zu entdecken, mehr Solidarität zu leben und auf die KRAFT GOTTES zu vertrauen, die in dieser Herausforderung präsent ist.

So möchte ich mit diesem Ausspruch von Edith Stein enden:

"Gott verlangt nichts vom Menschen, ohne ihm zugleich die Kraft dafür zu geben." Der Heilige Geist möge uns in dieser Gewissheit vertrauensvoll wachsen lassen. Er begleite Euch alle mit seiner Fülle!

In Dankbarkeit verbunden,

                         Eure Sr.Patrizia, Sr.Theresia, Sr.Maria Chiara,  Sr.Maria Ansila

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