Ostergrüße vom Ende der Welt

2018-03-29 13:29

Sr. Maria Wallnöfer schreibt aus Argentinien:

Liebe Missionsfreunde!

Heute meldet sich eine verlorene Tochter von Stockerau, Sr. Maria Wallnöfer. Will es mit -mailpost versuchen, da wir hier kein Postamt haben. Wir sind am Ende der Welt, wie Papst Franziskus sagte. Bin nun seit einem Jahr in einer neuen Missionsstation, in einem Buschgebiet der Provinz Salta in der Provinz Argentinien Nord.

Der Bischof bat unsere Oberin, dort eine Kommunität zu errichten. Wir sind zu dritt. Hier leben Nachfahren der Eroberer von Spanien (Criollos) und die indigene Bevölkerung (Wichi=Gesprochen Witschi), die etwas abseits in einer Siedlung zusammenlebt.

Wir sind für alle da. Wir haben einige Dörfer zu betreuen, Katechese usw. Meine Arbeit ist meinem Alter (80 Jahre) entsprechend: Haus und Krankenbesuche, bei Todesfällen in der Familie beten, und bei der Beerdigung irgendwie den Priester ersetzen. Unser Pfarrer wohnt in seiner Pfarre 45 km entfernt und kommt, wenn es gut geht, jeden zweiten Sonntag. Wenn er nicht kommt, halten wir Wortgottesdienste.

Hier sind wir in der heißesten Zone von Argentinien. Im Sommer fast jeden Tag 40 Grad. Da kann man nur morgens und abends ausgehen und da mit einem Tropenhut. In dieser Zone kann man nichts anbauen, weder Getreide noch Obst und Gemüse, da der Boden Salpeter enthält. Es wachsen nur gewisse Bäume und Sträucher, Kaktus und Dorngebüsch, also eine öde Zone, Lebensmittel müssen von der nächsten Stadt hertransportiert werden und daher ist alles noch teurer.

Sr.Anahi ist in einem Team, das die Rechte der indigenen Einwohner verteidigt, da man diesen immer mehr Lebensraum wegnimmt und den Urwald rodet. Die Menschen waren erst etwas misstrauisch, aber jetzt kommen sie schon zu uns, da eine Schwester ihnen hilft, ihre Artesanias (Kunsthandwerk) zu verkaufen. Für heute will ich schließen und wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest und den Frieden des Auferstandenen!
Sr. Maria Wallnöfer SSpS

Foto: pixabay

Zurück