Philippinen Süd: 10 Jahre bei den Higaonon, ihre Sorgen teilen, ihre Kultur bewahren.

2021-07-29 11:46

Sr. Estela und ihre Mitschwestern schaffen Zukunftsperspektiven durch Bildung und Networking

Holprige und kurvenreiche Straßen führten einige Schwestern vor zehn Jahren in die Provinz Bukidnon nach Malitbog, zweieinhalb Stunden von der Provinzhauptstadt Malabalay Citiy entfernt. Ihr Auftrag war das Apostolat für die indigene Gemeinschaft der Higaonon, deren Leben von Missständen geprägt ist. Dazu gehören Armut und soziale Ungerechtigkeit, Landstreitigkeiten, der Mangel an Schulen, Kliniken, Märkten und sicheren Straßen.

Nach einem Jahr des Kennenlernens und Zusammenlebens mit den Higaonon, begannen die Schwestern in Absprache und Kooperation mit den Gemeindemitgliedern ihre Projektarbeit: Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen, berufliche Weiterbildung von Müttern.

Dazu wurde gemeinsam ein Lehrplan entwickelt, der ab dem Kindesalter darauf abzielt, das indigene Wissen, die Kultur und die Praktiken des Volkes der Higaonon zu bewahren und zu pflegen. Weiters halfen die Schwestern den Frauen, ihre Web- und Schmuckarbeiten zu verbessern und in den umliegenden Gemeinden und den Städten der Umgebung zu vermarkten.

In der Stadt Malitbog wurde ein Wohnheim für junge Mädchen aus den Bergdörfern errichtet, die ihre Ausbildung in der Stadt fortsetzen möchten, denn weiterführende Schulen gibt es in den Dörfern und Gemeinden nicht. Zum Aufgabenbereich der Schwestern gehört außerdem, andere indigene Gemeinschaften zu besuchen, Netzwerke aufzubauen, an Treffen teilzunehmen und die Zusammenarbeit zu fördern und zu unterstützen.

Wege werden hauptsächlich zu Fuß oder mit Motorrad zurückgelegt, das Auto der Pfarre von Malitbog kann ab und an genutzt werden. Die oft steilen, kurvigen Straßen sind in schlechtem Zustand, besonders in der Regenzeit (Mai bis Jänner).

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