Sachunterricht einmal anders!

2018-03-09 14:04

Steyler Missionsschwestern besuchen die VS Breitenwaida

Am 2. März besuchten Sr. Lelia und Sr. Christa Petra von den Steyler Missionsschwestern die 3. und 4. Klasse der VS Breitenwaida (im schönen Weinviertel, Niederösterreich) und erzählten den Kindern von Indonesien und Chile. Es war ein besonders spannender Schultag. Weil die Kinder heuer im Sachunterricht besonders viel von anderen Länder hören, war das eine gute Gelegenheit Informationen über Indonesien und Chile aus erster Hand zu bekommen, und so wurden kurzerhand Sach- und Religionsunterricht zusammengelegt.
Sr. Lelia kommt aus Indonesien und brachte den Kindern ihre Heimat mit Musik, Liedern in ihrer Muttersprache Indonesisch, aber auch mit Tanz und vielen Fotos näher. So lernten die Kinder, dass indonesische Kinder Schuluniformen tragen, wenn sie in die Schule (meist ein Internat) gehen – und das oft barfuß.
Währenddessen hat es den ganzen Tag in Breitenwaida geschneit. Sr. Lelia hat auch erzählt, dass sie das erste Mal im Winter nach Österreich gekommen ist und gedacht hat, alle Bäume wären kaputt, weil sie keine Blätter sehen konnte. Hier bei uns gibt es vier Jahreszeiten – in Indonesien ist immer Sommer. Da war dann klar, wieso die Kinder auch ohne Schuhe in die Schule gehen können.

Auf den vielen indonesischen Inseln, von denen die Kinder beim Inseltanz einige kennenlernen konnten, gibt es viele Früchte, die bei uns nicht wachsen können, wie Orangen, Bananen oder Mangos. Es gibt viel Wasser und deshalb wird viel Reis angebaut. Die Menschen essen sehr oft Fisch. Früher haben die Bauern in Indonesien ihre Felder mithilfe von Wasserbüffeln bestellt. In Breitenwaida dürften früher wohl eher Pferde im Einsatz gewesen sein, aber heute gibt es Traktoren in Breitenwaida - und auch in Indonesien.

Der Inseltanz war besonders toll. Anna (4. Klasse) war die Insel Sumatra, Simon (3. Klasse) war Surabaya und Miriam (3. Klasse) war Sumba. Dazu gab es schön gewebte Tücher mit Fotos darauf.
Danach war Sr. Christa Petra mit Chile an der Reihe. Chile liegt in Südamerika am pazifischen Ozean und ist auch sehr weit von Breitenwaida entfernt. In Chile ist vieles anders, als bei uns oder in Indonesien. Die Menschen sprechen spanisch. Das kann auch Sr. Christa Petra besonders gut, was die Kinder beim Singen und Tanzen feststellen konnten.

Es gibt die Küste und sehr hohe Berge. Auf einem der Berge gibt es eine Kapelle mit einem schönen Porzellanmosaik. Man kann mit dem Taxi nur nach Norden oder Süden fahren. Eine andere Richtung geht gar nicht, weil auf der einen Seite das Meer ist und auf der anderen Seite die Berge. Chile ist ein sehr schmales Land, aber dafür sehr lang. Das sahen die Kinder auf ihren Weltkarte-Schreibtischunterlagen.

Es kann sehr heiß sein in Chile, aber auch sehr kalt. Die Menschen in Chile tragen Hauben aus Lama- oder Alpakawolle. Wasser gibt es nur einmal die Woche, das muss man dann genau einteilen. Sr. Christa Petra hatte einen kleinen Kübel mit, den sie mit Wasser gefüllt hat. Das war die Tagesmenge an Wasser, die sie zur Verfügung hatte, als sie im Norden von Chile war. Duschen wie bei uns geht sich da gar nicht aus, oder im Sommer ein Schwimmbecken aufstellen, oder den Garten zu gießen…


Am Abschluss gab es für jedes Kind ein kleines Herz als Schlüsselanhänger als Erinnerung.


Die Informationen für diesen Artikel kamen von Miriam, 3. Klasse, der das Singen und Tanzen besonders gefallen hat.

    

Fotos: privat

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