Uganda: Bildung in Bidibidi

2020-06-12 11:50

Lebendig und enthusiastisch in unserer Mission

Als die vielen Südsudanesen als Flüchtlinge nach Uganda zogen, hielt es unsere Kongregation für wichtig, ihnen nachzufolgen. Die Eröffnung einer neuen Gemeinschaft in Uganda wurde mit der Absicht begonnen, die südsudanesischen Flüchtlinge im Lager Bidibidi seelsorgerisch zu betreuen.

Dort begleiten unsere Schwestern und die Priester und Brüder der Gesellschaft des Göttlichen Wortes (SVD) ca. 30 Kapellen (Basisgemeinden); sie nähren und stärken ihren katholischen Glauben. Sie haben Programme für Frauen, Jugendliche und Kinder (Holy Childhood Association). Dabei geht es oft um Aufarbeitung von scherzhaften Kriegsereignissen. Nicht selten findet man im Lager Menschen, die z. B. der eigenen Familie schweres Leid zugefügt haben. Der Glaube hilft zur Versöhnung.

Ihr Dienst für die Pfarre ist vor allem die ständige Weiterbildung für Katecheten und für die LeiterInnen der Kindergruppen.

Die Schwestern unterstützen auch Mädchen für ihr Studium; diese werden von der Basisgemeinde ausgesucht. Viele tragen ja noch schwer an den Ereignissen des erlebten Bürgerkrieges. Wer lernfähig ist und sich für andere einsetzt, bekommt die Chance, die Mittelschule zu besuchen und erhält dafür Studiengebühren, Schulmaterial und Unterkunft und Verpflegung. 

Obwohl die Schwestern zunächst nur die Absicht hatten, die südsudanesischen Flüchtlinge zu begleiten, wurden sie später von der Pfarrei (Diaspora in einem muslimischen Gebiet) eingeladen, bei der Weiterbildung ugandischer Katechisten mitzuhelfen, die sie ebenfalls akzeptierten und sich dafür einsetzten. Sie sahen auch die Notwendigkeit, auf Jugendliche und Kinder zuzugehen. 

Die Pandemie breitet sich auch in Ostafrika aus und die Regierung hat viele Einschränkungen verfügt, die auch uns betreffen. Wir hoffen, dass es uns bald wieder möglich ist, mehr für die Menschen zu tun.

Unser Leben, das in der Liebe des Heiligen Dreifaltigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, verwurzelt ist, und unser interkulturelles und generationenübergreifendes Leben in Gemeinschaft macht es uns auch in diesen schwierigen Zeiten möglich, lebendig und enthusiastisch in unserer Mission zu sein, einer Mission, die uns von Christus anvertraut wurde.

Sr. Marian

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