Uganda: Familienarbeit im BidiBidi Settlement

2021-05-18 11:50

Pandemie-Information, geschlossene Schulen, landwirtschaftliche Kurse – Sr. Benedicta bleibt flexibel und hilft, wo es nötig ist.

Das ganze letzte Jahr war keine leichte Zeit für uns wegen der Corona-Virus-Pandemie, die die ganze Welt noch immer betrifft. Unsere Arbeit mit den Familien wurde dadurch erheblich erschwert und verzögert.

Die Aufklärung über die Pandemie des Corona-Virus und den schützenden Maßnahmen wurde in vielen kleinen Treffen mit den Leuten durchgeführt. So waren die Menschen in der Siedlung über die Pandemie-Situation informiert.

Die Frauen in den Familienarbeits-Kursen erhielten Unterstützung durch Weiterbildung zum Thema Ernährung mit regionalem Gemüse. Sie lernten Tee aus Kurkuma, Hibiscusblüten und Moringa zuzubereiten. Dieser stärkt aufgrund der guten Inhaltsstoffe das Immunsystem des Körpers.

Da die Regenzeit nahte, begann auch die Arbeit im Gemüsegarten. Drei Frauengruppen bekamen Saatgut für diese Tätigkeit.  So werden die Familien auf das kommende Jahr vorbereitet, in dem es weniger Zuteilungen vom Word Food Programm geben wird, da keine Bohnen (und damit kein Eiweiß) mehr ausgegeben werden. Zwei Gruppen von Frauen, die sich laufend mit kleinen landwirtschaftlichen Aktivitäten etwas Einkommen schaffen, werden das Gleiche tun.

Die Schulen haben geschlossen, was besonders die Kinder betrifft. Viele Kinder haben auf der Flucht ihre Familien verloren. Frauen kümmern sich jeweils um einige Kinder, manchmal sind darunter auch eigene. Keine Familie hat im Settlement Eigentum, trotzdem können sie mit Erlaubnis der „Landowner“ etwas Land für sie oder den Eigenbedarf bewirtschaften. Einige Erziehungsberechtigte nahmen deshalb ihre Schulkinder mit zur Gartenarbeit oder gaben ihnen Aufgaben im Haushalt.

Im Oktober versuchten wir zur eigentlichen Familienarbeit zurückzukehren, die Anfang 2020 mit einer Sitzung zum Thema "Familienbeziehungen" für Kinder im Alter von 10-14 Jahren und ihren Erziehungsberechtigten hätte beginnen sollen.  Es gibt drei Dialog-Etappen in diesem Prozess, durch den die Vormund-Kinder-Beziehung erarbeitet wird:

  1. Arbeit mit den Vormündern.
  2. Arbeit mit den Kindern
  3. der persönliche Vormund-Kind-Dialog.

Derzeit sind wir noch in der zweite Phase. Im kommenden Jahr 2021 wird der Dialog zwischen Vormündern und Kindern erarbeitet und unterstützt werden.

Dazwischen arbeiten wir auch am Programm zur Gemeindebildung, denn die unterschiedlichen Gruppen sollen zusammenwachsen. Auch das Projekt zur Schaffung von Einkommen wird weitergeführt. Während der Zeit des Lockdowns wurden die Teilnehmerinnen in den fünf Zonen des Settlements individuell betreut, ohne Treffen. Wir helfen, wo es möglich ist, dass sie ihre einkommensschaffenden Projekte fortsetzen können. (z.B.: Herstellung von Spülmittel)

 

  

 

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