„Unser Leben sei Liebe und Dankbarkeit.“ Abschied von Wöllersdorf

2021-09-27 10:09

Dankbar für das gute Miteinander

Beim letzten Provinzkapitel wurde entschieden, unser Kloster in Wöllersdorf und die Kommunität in Sterzing aufzulassen um eine kleine Kommunität in Brixen, Südtirol eröffnen zu können.

Das Immakulatakloster, das wir Schwestern nun verlassen, hatte fast 100 Jahre lang eine wichtige Bedeutung für die Österreichische Provinz, besonders in schweren Zeiten. 1924 als Erholungshaus für die Schwestern gekauft, entstand auch eine wachsende Zusammenarbeit mit der Pfarre. Ambulante Hauskrankenpflege, ein Kindergarten, sowie eine Koch- und Nähschule.

1939 wurden Kindergarten und Nähschule von den Nationalsozialisten geschlossen. 1940 mussten alle Schwestern das Provinzhaus St. Koloman verlassen, die Aspirantinnen und Postulantinnen kamen nach hier. Nach Kriegsende gab es eine Ausspeisung für arme Kinder.

Im August 1991 kamen die Novizenmeisterin, Sr. Maria Theresia Hörnemann und die ersten 5 Novizinnen. Sie begannen das Westeuropäische Noviziat.

Der Balkankrieg brach aus. Im Juli 1992 kamen 7 Frauen und 8 Kinder, die aus Jugoslawien geflüchtet waren. Sie wurden bei uns für drei Jahre aufgenommen.

Kinder- und Jugendpastoral, Glaubensvertiefung, Begleitung, Erholung und Stille im Kloster, sowie die eucharistische Anbetung wurden in den letzten Jahren angeboten. Eine Gruppe von Menschen hat sich der „Missionarischen Heilig Geist Gemeinschaft“ angeschlossen. Sie werden unsere missionarische Spiritualität hier lebendig halten.

Wir sind sehr dankbar für das gute Miteinander und für jede Hilfe, die die Schwestern in den vielen Jahren erfahren haben. 

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