Vulkanausbruch und Aschenregen - Sr. Carmelita berichtet

2020-01-22 13:20

Immer wieder leiden die Menschen auf den Philippinen unter Naturkatastrophen.

Die Taifune werden immer stärker und unberechenbarer, Überschwemmungen, Erdbeben, der steigende Meeresspiegel und jetzt der Ausbruch des Vulkans Taal bringen Zerstörung und Leid.
Ascheregen verdunkelt auch tagsüber die Umgebung und eine dicke Schicht aus Steinen und Asche bedeckt die Landschaft, die Straßen und Häuser.

Sr. Carmelita berichtet:

Vielen Dank, liebe Schwestern, für Eure Gebete, Euer Interesse und Eure Sorge um uns wegen des Ausbruchs des Vulkans Taal. Ihr habt sicher die Nachrichten gesehen.

Vom ersten Tag des Ausbruchs an hatten unsere Schwestern in Tagaytay keinen Strom und kein Wasser. Sie hatten auch kein Signal (Handyempfang). Nach dem Ausbruch am ersten Tag schien es relativ ruhig, aber später wurde es dunkel, und alles, was von dem Aschenregen bedeckt wurde, war schwarz: der ganze Garten, die Ananasplantage, das Dach des Gebäudes.

Am Abend des 15. Januar beschlossen wir, unsere Gemeinschaft in Tagaytay zu bitten, zum Provinzhaus nach Poinsettia zu kommen. Wir arrangierten, dass unser Fahrer sie am nächsten Tag abholen sollte. Die Schwestern beschlossen, dass für die erste Fahrt nur drei Schwestern (alle mit Schwierigkeiten beim Gehen; Sr. Brenda hat Asthma) kommen werden. Drei Schwestern werden noch in Tagaytay bleiben. Pater Mike Layugan, SVD-Rektor des Priesterseminars, wird sich um sie kümmern.

In dieser Nacht gab es bereits eine Erklärung des Innenministeriums und der lokalen Regierung über die obligatorische Evakuierung aller Gebiete innerhalb der 14 km langen Gefahrenzone vom Taal See (die 14 Gebiete in Batangas und Tagaytay City in Cavite umfasst).

Am nächsten Tag, als wir unsere Schwestern holen wollten, bekamen wir die Nachricht, dass die Menschen in Tagaytay nicht evakuiert werden müssen, weil es ein höherer Ort ist. P. Mike selbst rief mich an, um mir zu versichern, dass er sich um unsere Schwestern kümmern wird, und dass er bei der Evakuierung, sollte dies notwendig werden, helfen wird. Unsere Schwestern besuchen das Evakuierungszentrum in Tagaytay, zusammen mit den SVDs. Dies ist der derzeitige Stand der Dinge.

Wir beten weiter, dass sich der Mt. Taal stabilisiert und aufhört, Asche oder Magma zu spucken, damit das Leben weitergehen kann. Es wird geschätzt, dass die Zerstörung in der Landwirtschaft bereits 3 Milliarden Pesos beträgt.

Bitte, lasst uns weiter füreinander beten.
Der dreieinige Gott segne uns alle!

Sr. Carmelita, SSpS

 

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