"Zum Brillanten geschliffen" - Diamantene Professjubiläen in Stockerau

2017-05-02 08:50

Auf 60 erfüllte Professjahre durften am vergangenen Samstag, dem 29.  April sechs Steyler Missionsschwestern zurückblicken.

"Ein Diamant wird, wenn er in spezieller Weise geschliffen wird, zum Brillanten", sagte P. Anton Fencz SDV, bei seiner Festpredigt in der Euchistiefeier anlässlich der Diamantenen Professjubiläen im Provinzhaus St. Koloman in Stockerau. Die Jubilarinnen gehören alle zur selben Missionskongregation der Dienerinnen des Heiligen Geistes (Steyler Missionsschwestern) und doch sind ihre Lebens-, Berufungs- und Wirkungsgeschichten sehr unterscheidlich und haben sich an Orten zugetragen, die über die ganze Welt verstreut sind: Während Sr. Maridigna Zeller (aus NÖ) lange Jahre in Küche und Krankenpflege für Generationen von Schülern im Missionsgymnasium der Steyler Missionare in St. Rupert/Bischofshofen gesorgt hat, verbrachte Sr. Maria Prokesch, eine Wienerin, die meiste Zeit ihres Lebens in der Pastoral in Ghana und Botswana. Sr. Christamaria Mattes (aus NÖ) leitete über drei Jahrzehnte hindurch die Kinderstation im Orthopädischen Spital in Wien-Speising, während Sr. Ehrentrude Pretzl aus OÖ als Missionarin in Papua Neuguinea im Auftrag der dortigen Bischofskonferenz Religionsbücher erstellte. Sr. Maria Dolores Leibetseder aus der Steiermark unterrichtete in Japan über 40 Jahre lang Schüler und Studenten, während auf der anderen Welthälfte Sr. Mary Zwerina (aus dem Waldviertel) in Ghana Generationen von Schülerinnen für  Physik und Mathematik begeistern konnte.

Heute leben die Schwestern im Provinzhaus in Stockerau, im Missionshaus St. Gabriel/Maria Enzersdorf und in Wöllersdorf und bringen sich noch immer mit ihren Fähigkeiten und ihrem Wissen in der Ordensgemeinschaft ein. Ehrenamtlich engagieren sie sich etwa in der Krankenpflege oder in der Betreuung von Flüchtlingen und übernehmen viele kleine Dienste in ihren Gemeinschaften.

Dankbarkeit war der Grundtenor dieses Festtages; eine Jubilarin drückt das so aus:

"Unsere Kongregation nennt sich 'Dienerinnen des Heiligen Geistes'. Seit meinem Eintritt in diesen Orden hatte ich viele Gelegenheiten zu dienen, denn 'Gottes Liebe ging alle Wege mit'. Das war Erfüllung und Freude, - die manchmal auch weh tun konnte."

(SSpS Stockerau)

Foto SSpS: Gruppe der Jubilarinnen

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