Besuch aus den Nachbarprovinzen

 

Am 1. September kam es in St. Koloman zu einem besonderen Schwesterntreffen, denn in unserem Jubiläumsjahr wollten wir auch Schwestern als  Vertreterinnen der Nachbarprovinzen Slowakei und Polen einladen, mit uns zu feiern. Viele der dort lebenden Schwestern hatten einige Jahre in unserer Österreichischen Ordensprovinz verbracht, hier ihre Ordens- und Berufsausbildung  erhalten und in verschiedenen Aufgaben mit unseren Schwestern in Filialen zusammen gearbeitet. Mit großer Freude wurde begrüßt und umarmt.

Sehr berührt hat uns das Lebenszeugnis.von Sr. Bohumira. Sie war vor 80 Jahren im August 1932 mit 15 Jahren in das Kloster St. Koloman eingetreten. Hier hat sie ihre Ausbildung bekommen. Im Juli 1938, als man noch nicht wusste, wie es weitergehen wird, hat sie ihre Gelübde abgelegt.  Es war ihr ein Herzensanliegen, als "Kolomanitochter" zu diesem Festtag ins geliebte Kloster St. Koloman nach Stockerau zu kommen. Im Gespräch haben wir vieles erfahren. Darunter waren sehr schöne Erlebnisse aber auch die harten Jahre polizeilicher Verhöre, von Internierungslager und Zwangsarbeit. Viele Ordensleute mussten unter schwierigen Bedingungen in Fabriken arbeiten. Sr. Bohumira hat trotz allem schon in der schweren Zeit angefangen, mutig und unermüdlich Menschen von der Gottes Liebe zu erzählen, Hoffnung zu wecken und einzuladen, auf die Kraft des Heiligen Geistes zu vertrauen. Dafür hat sie keinen Weg und keine Mühe gescheut. Bei allem, was sie durchgemacht hat, ist sie immer froh und dankbar geblieben. Bei einigen internationalen Treffen der Missionarischen Heilig-Geist-Gemeinschaft konnten wir sie näher kennen lernen. Ihr Leben gibt auch uns Mut und Zuversicht: Gott verlässt die Seinen nicht!

Sr. Christa Petra SSpS

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Sr. Katarina Pavelová (auf Heimaturlaub) überreicht der Missions-
prokuratorin Sr. Christa Petra ein Batiktuch als Zeichen des Dankes
für die Unterstützung der Missionsfreunde für das Pastoralzentrum
Quaké in Benin.
Der Dauerregen machte uns diesmal nicht viel aus. So bleib viel Zeit zum Gespräch
und für Begegnungen.
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Gruppe jener Schwestern, die in Rom in der Clinica oder 
im Generalat zusammen gearbeitet hatten.
Besonders berührend war die Begegnung von Sr. Bohumira (links) und Sr. Rosilde (rechts). Beide haben Ende der 30er das Noviziat (Einführung in das Ordensleben) gemeinsam gemacht. 

  

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