Impulse

Auch in jenen Tagen werde ich meinen Geist ausgießen …..
(
vgl. Joël 3,2)

Vor 150 Jahren (am 9. Juli 1868) wurde Sr. Theresia Messner geboren.

Mitten im 1. Weltkrieg rief sie ihre damals schon sehr internationale Schwesterngemeinschaft zu Wachsamkeit und gegenseitigem Respekt auf:

Die Aussicht auf den ersehnten Frieden ist gering. Wir alle, welcher Nation wir auch angehören, haben große Sorge um unsere Lieben im Felde und in der Heimat und um das teure Vaterland. Gott der Herr selbst hat die Liebe zur Heimat und zum Vaterland in unser Herz gesenkt; sie ist berechtigt, edel und gut.

Diese so berechtigte Vaterlandsliebe darf jedoch nicht ausarten in Abneigung, Rücksichtslosigkeit, Verbitterung und Hass gegen Angehörige einer anderen Nation. Das steht gegen das Gesetz Gottes, den Nächsten zu lieben wie uns selbst und auch unsere Feinde nicht von unserer Liebe auszuschließen, die auch das Ebenbild Gottes in sich tragen. Zudem gehören wir einer Missionskongregation an, in welcher Mitglieder verschiedener Nationen vertreten sind.Wenn uns auch das Herz gleichsam blutet wegen der großen Leiden, die infolge des Krieges über unsere Lieben und das eigene Vaterland hereingebrochen sind, so müssen wir uns doch hüten, Mitschwestern und Personen anderer Nationalitäten durch lieblose Äußerungen, Urteile oder scharfe Kritik zu kränken. Das verstößt nicht nur gegen Gottes Gebot, sondern wir müssen auch bedenken, dass man auch uns von anderer Seite Unangenehmes sagen könnte. Jede Nation glaubt, Recht zu haben und sieht das Unrecht auf der anderen Seite. Aber nur Einer richtet die Völker nach Recht und Gerechtigkeit und teilt ihnen zu der von Ihm bestimmten Zeit Lohn oder Strafe zu. So wollen auch wir nicht die Schuld auf die andern schieben, sondern uns demütigen unter die gewaltige Hand Gottes und um Gnade und Erbarmen flehen.
Alle Vorgesetzten werden angehalten, gerade in dieser Zeit darauf zu achten, dass das geistliche Leben keinen Schaden erleidet….

Jetzt gilt es für uns, liebe Schwestern, uns im Geiste zu erneuern, damit wir die Kraft haben, in der Zukunft noch größere Opfer zu bringen, wenn Gott sie von uns verlangen sollte.“….

 

Mutter Theresia (Margaretha) Messner SSpS im September 1917

Sie stammte aus Antholz/Pustertal in Südtirol und war von 1903-1922 die erste Generaloberin der Steyler Missionsschwestern.

In ihrer Amtszeit wuchs sowohl die Anzahl der Schwestern sowie auch der Länder, in denen SSpS wirkten, um das Vierfache. In Österreich ging die Gründung des Dreifaltigkeitsklosters in Wien X-Alxingergasse auf die Initiative Mutter Theresias zurück. Mutter Theresia Messner war auch die Patronin unseres letzten Generalkapitels 2014 in Steyl.

 

 

 

 

  


 

 

     

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