Communio mit anderen – Brücken der Freundschaft bilden

Text von Sr. Katarina Pavelovà SSpS, bearbeitet von Barbara Weinberger-Zauner

Von Mensch zu Mensch eine Brücke baun…

So beginnt ein bekanntes Kinderlied, das uns auffordert mit dem Menschen, der neben uns steht in Interaktion zu treten und gemeinsam eine Verbindung zu bilden, die an eine Brücke erinnert. Brücken überwinden Hindernisse und ermöglichen uns, Neues kennenzulernen, andere Menschen zu treffen und unseren Horizont zu erweitern. Auf der anderen Seite der Brücke gibt es viel zu Entdecken.

dem andern in die Augen schaun…

Der bewusste Kontakt mit anderen Menschen gelingt, wenn wir einander auf Augenhöhe begegnen, Vorurteile abbauen, Arroganz, Angst und Desinteresse überwinden. Diese Offenheit kann bereichern, wenn wir unsere Schwestern und Brüder annehmen, diejenigen willkommen heißen und empfangen, die mit uns als unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, als Fremde, Migranten oder Arme leben oder arbeiten.

In jedem Menschen Jesus sehn…

Jesus kam für alle Menschen auf die Welt. Er ist die Brücke, die uns verbindet und uns trägt. Er möchte von allen gesucht, gefunden und angenommen werden. Wir finden ihn in den Gesichtern jener Menschen, die uns zu Schwestern und Brüdern werden. Versuchen wir dieses „kleine Licht Gottes“ zu erkennen, das in ihnen aufleuchtet.

und nicht an ihm vorübergehn…

Stabile Brücken zu bauen braucht Zeit und Ausdauer. Sie eröffnen Raum für Begegnung. Am Beginn jeder menschlichen Beziehung und in jeder Erfahrung von Gemeinschaft steht der Dialog. Ziel eines solchen Dialogs ist es, andere so zu verstehen, wie sie verstanden werden wollen. Dies braucht Offenheit und die Bereitschaft eine positive und konstruktive Beziehung einzugehen, Interesse zu zeigen und Gemeinsamkeiten zu erkennen. So entstehen Brücken der Freundschaft.