Jugendmissionswoche CHOOSE YOUR MISSION im Don-Bosco Haus in Wien

Vom Gedanken des Ausserordentlichen Monats der Weltmission inspiriert, fand von 21. bis 24. Oktober im Don-Bosco-Haus in Wien die Jugendmissionswoche statt. Veranstalter war Missio Österreich gemeinsam mit der Don-Bosco-Mission und mehreren Ordensgemeinschaften. Auch wir Dienerinnen des Heiligen Geistes (Steyler Missionsschwestern) und unsere Mitbrüder, die Steyler Missionare haben an dieser Veranstaltung teilgenommen.

Es ging in dieser Woche darum, den jungen Menschen, 250 Schülerinnen und Schülern von 14 bis 18 Jahren, klarzumachen, wie weit und vielschichtig der Begriff der Mission ist.

Bei der Podiumsdiskussion am Montagabend im Festsaal wurde das Thema Mission aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und es kam schon unter den auf dem Podium Anwesenden klar durch, dass jede/r ihre/ seine eigene Mission und dementsprechend auch eigene Schwerpunkte hat. Einig waren sich alle Teilnehmenden darin, dass wir gesendet sind, um mit den Menschen unsere Freude am Glauben zu teilen und ihnen im konkreten Alltag beizustehen, auch wenn je nach Institution und Gemeinschaft die Schwerpunkte recht unterschiedlich sind.

Dienstag bis Donnerstag fanden am Vormittag jeweils 3 Workshops statt, die von je 8 bis 15 Schüler/innen besucht worden sind. Neben einem Workshop von ausserordentlich, der Kooperation der Internationalen Freiwilligendienste der Ordensgemeinschaften, bei dem wir mit unserem Steyler Freiwilligendienst MaZ dabei waren, gab es auch einen eigenen Workshop, der nur von uns Steyler/innen geplant und durchgeführt wurde. Dabei war es uns ein Anliegen, den jungen Menschen zu vermitteln, wie wichtig das interkulturelle Zusammenleben in unseren Steyler Gemeinschaften ist. Obwohl wir als Ordensleute dieses Zusammenleben dezidiert als unser „Lebensprojekt“ verstehen, waren wir überzeugt, dass auch die jungen Menschen in ihrem alltäglichen Umfeld solch ein interkulturelles Zusammenleben praktizieren, oft ohne darum zu wissen. Und wir hatten recht. Als wir nach dem Erklären eines theoretischen Konzepts der Interkulturalität die jungen Menschen ihre Erfahrungen austauschen ließen, kamen berührende Aussagen: Einer hat einen syrischen Flüchtling in der Klasse drei Jahre lang intensiver begleitet, der andere spielt in einem interkulturellen Fußballverein mit und viele erleben im Familien- und Freundeskreis schon ein Miteinander verschiedener Nationen, was sich oft auch an der Mehrsprachigkeit der jungen Menschen zeigt. Als die Jugendlichen dann mit den Ergebnissen der Gespräche, was sie zu einer gemeinsamen interkulturellen Kultur beitragen können, ein Netz gestalten sollten, war viel von eigenen Traditionen die Rede, von Austausch über neue Ideen oder über Fragen, was man an anderen Kulturen und Traditionen nicht versteht. Es war für uns Steyler sehr schön zu sehen, was in den jungen Menschen schon alles an Verständnis füreinander lebt und wir hoffen, dass sich die Schüler/innen für ihr weiteres Leben mitnehmen können: das „entweder wir – oder die Anderen“ im Sprachgebrauch immer mehr hintan zu stellen zugunsten des „und“: Wir und die anderen.

So ist ein friedlicheres Zusammenleben möglich. Und wer darin schon das beginnende Geschenk des Reiches Gottes sehen kann, darf für seinen/ ihren Glauben sehr dankbar sein!

Danke meinem Mitbruder Saverius und meinen Mitschwestern Lelia und Fabiola für das gemeinsame Wirken in diesen Tagen.

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