Monatliche Reflexion - Juli 2017

Den Kreis der Barmherzigkeit Gottes weiten …

In unserem Bemühen als SSpS diesen Kreis zu weiten, geht es im Juli um das Thema „Menschenhandel.“ Einige Punkte sollen hier wiederum herausgegriffen werden.

Dem pastoralen Dreischritt entsprechend, gilt es erst einmal die schockierende Realität zu SEHEN:

  • Menschenhandel ist ein illegaler Handel, der auftritt, wenn eine Person (der Menschenhändler) Betrug, Täuschung, Gewalt oder Zwang benutzt, um eine Person (das Opfer) zum Zweck der Ausbeutung für den eigenen kommerziellen Gewinn zu rekrutieren, zu verbergen oder zu transportieren. Ausbeutung ist jede Handlung der körperlichen Ausbeutung oder jede Form von sexueller Ausbeutung, Sklaverei oder Praktiken ähnlich der Sklaverei, Knechtschaft oder die erzwungene Entfernung von Organen. Es gibt schätzungsweise 45,8 Millionen Menschen, die heute in irgendeiner Form der Sklaverei gefangen sind (www. globalslaveryindex.org).
     
  • Weil der Menschenhandel einen so kolossalen Umsatz und Gewinn erzeugt, ist er die am schnellsten wachsende Kriminalität und jetzt der zweitgrößte illegale Handel in der Welt geworden.

URTEILEN kann in Fragen des Menschenhandels nicht bedeuten das Problem zu ignorieren oder wegen seiner Ungeheuerlichkeit gleichgültig werden:

  • Der erste Schritt ist, sich dessen bewusst zu werden und die Sicht Gottes zu verstehen. Gott zeigt uns die Haltung seines Herzens in der folgenden Schriftstelle: „Lernt wieder, Gutes zu tun! Sorgt für Recht und Gerechtigkeit, tretet den Gewalttätern entgegen, und schafft den Waisen und Witwen Recht.” Jesaja 1,17
     
  • Papstaudienz vom 8. Februar 2017 zum Fest der hl. Bakhita: „Heute feiern wir den Tag des Gebets und des Interesses am Thema Menschenhandel […] Diese junge Frau, die in Afrika versklavt, ausgebeutet und gedemütigt wurde, hat die Hoffnung nicht verloren und kam als Migrantin nach Europa. Hier vernahm sie die Stimme Gottes und wurde Ordensfrau. Beten wir zur heiligen Josephine Bakhita für alle Migranten, Flüchtlinge und die Ausgebeuteten, die so sehr leiden.

Möglichkeiten, wie Sie helfen können zu HANDELN und den Menschenhandel zu bekämpfen

  • Der effektivste Weg, um ihn zu stoppen, bedeutet sicherzustellen, dass Kriminelle strafrechtlich verfolgt und für ihre Verbrechen verantwortlich gemacht werden.

  • Seien Sie ein/e gewissenhafte/r und informierte/r VerbraucherIn. Entdecken Sie Ihren „Sklaverei Fußabdruck“, fragen Sie, wer Ihre Tomaten gepflückt oder Ihre Kleidung genäht hat, oder schauen Sie auf die Liste des Arbeitsministeriums nach Waren, die durch Kinderarbeit oder Zwangsarbeit produziert wurden. Ermutigen Sie Unternehmen, Maßnahmen zu ergreifen, um den Menschenhandel in ihren Lieferketten zu untersuchen und zu verhindern und Informationen zur Bewusstseinsbildung der Verbraucher zu veröffentlichen.

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