Wiederaufbau, Hunger und Hoffnung

Sr. Rozalia berichtet von ihrer neuen Mission in Monapo und dem Wiederaufbau nach dem Zyklon “Gombe”.

Herzliche Pfingstgrüße!

Seit Februar dieses Jahres bin ich in einer neuen Mission – in Monapo, im nördlichen Teil von Mosambik, in der Provinz Nampula, Diözese Nacala, unter dem Volk der Makuwa. Die Menschen, die überwiegend in der Landwirtschaft tätig sind, leben vom Anbau von Maniok, Mais, Erdnüssen, Bohnen und Cashewnüssen. Sie sind sehr darauf bedacht, ihre überlieferten Bräuche zu bewahren, die einerseits einen unschätzbaren Reichtum darstellen, andererseits aber auch die Menschen zu Sklaven machen, wenn sie an Dingen hängen, die nicht gut sind. Christen kommen in Konflikte, wenn sie sogar dem christlichen Glauben sehr widersprechen.

Als SVD – SSpS Team betreuen wir drei Gemeinden: Monapo, Quixaxe und Lunga, was viel körperliche und geistige Kraft und finanzielle Mittel erfordert, vor allem für den Transport, denn die Entfernungen sind sehr groß und die Straßen sind unbefestigt. Während meines Einsatzes hier sind gute und weniger gute Dinge passiert.

Der Zyklon Gombe, der im März durch die Provinz zog, hat viele Spuren der Zerstörung hinterlassen. Häuser und Bäume stürzten um, Dächer flogen weg, Getreide wurde zu Boden geschleudert und Felder wurden überflutet. Die Diözesane Caritas hat uns gebeten, in Monapo-sede bei der Erstellung von Listen von Betroffenen und bei der Verteilung von Planen für Ersatzunterkünfte zu helfen. Diese sollen jene Menschen schützen, die vorher in den Schulen Zuflucht gefunden hatten, nachdem ihre Häuser zerstört wurden.

Die Schulen sind zu reparieren, damit die Schüler den Unterricht so schnell wie möglich wieder aufnehmen können. Inzwischen sind die Familien weggezogen, aber dennoch lernen viele Schüler, im Freien.

Erst vor kurzem wurde der Weg zu zwei anderen Gemeinden wieder geöffnet, die bisher noch keinerlei Unterstützung erhalten haben. Die Situation dort ist aber noch schlimmer, da sie an der Küste liegen und viel stärker betroffen sind.

Als Missionsteam haben wir überlegt, wie wir jetzt und in Zukunft helfen können. Die erste und dringendste Maßnahme wäre die Bereitstellung von Nahrungsmitteln, denn der Hunger ist bereits bedrohlich. Die andere Maßnahme wäre die Gründung einer Ziegelfabrik, um bessere und widerstandsfähigere Häuser zu bauen, die nicht aus Holz und mit einem Grasdach versehen sind. Vielleicht wird die Zukunft andere Inspirationen bringen.

Liebe Schwestern und Freunde der Mission, vielen Dank für Ihre vielfältige Hilfe, sei es durch Gebet, Opfer und Spenden. Möge der Heilige Geist Sie trösten!  

Sr. Rozalia