Hier ist mein Platz
5. Dezember 2022
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Sr. Elisabeth Plattner berichtet von ihrer Berufung und ihrer Tätigkeit als Steyler Missionsschwester in Brasilien.
Sr. Elisabeth Plattner, geb. 1932 in Stans, Tirol, stammt aus einer kinderreichen Familie und lebt seit 1963 in Brasilien.
Sr. Elisabeth erzählt:
Als junge Frau absolvierte ich die Ausbildung zur Krankenschwester und hatte vor, eine Familie zu gründen. Einige Zeit lang wehrte ich mich gegen die innere Stimme, Ordensschwester zu werden. Schließlich sagte ich Ja zu diesem inneren Ruf und gemeinsam mit einer Freundin machte ich mich auf die Suche nach einem Orden, der unserer Perspektive entsprach. Wir nahmen auch die Steyler Missionsschwestern in Brixen unter die Lupe. und blieben über Nacht. Als um 6 Uhr morgens die Schwestern in der Kapelle das „Veni Creator“ sangen, wusste ich: hier ist mein Platz.1958 trat ich dort ein und verbrachte das Noviziat im Provinzhaus in Stockerau. Da es nicht möglich war, ein Visum für Indien zu erhalten, wählte ich Brasilien als Missionsland und kam im Februar 1963 mit dem Schiff im Hafen von Santos an. Nach drei Monaten im Provinzhaus in São Paulo kam ich nach Medianeira (Paraná) und arbeitete in einem ganz kleinen einfachen Krankenhaus. Dies war meine Taufe als Krankenschwester und Missionarin. Wunderbar, aber stressig. Von nun an arbeitete ich in vielen Stationen, immer im Gesundheitsbereich: Amapá, Minas Gerais, São Paulo, Paraná, Rio Grande do Sul…
Eindrucksvoll und traurig war die Zeit mit den indigenen Yanomami im Amazonasgebiet. Wegen der Invasion der Goldgräber in ihr Gebiet wurden sie mit Krankheiten infiziert, die sie nicht kannten: Malaria, Tuberkulose, Geschlechtskrankheiten… Sehr viele Yanomami starben daran. Leider war unser Versuch, diese Situation zu ändern, nicht erfolgreich, weil für die Politiker der Raubbau der Mineralien viel mehr einbringt, als das Leben dieser Menschen, denen das Land gehört und die uns so viel lehren könnten. Gegenwärtig ist es klar, dass Politiker, Großgrundbesitzer, Industrielle das Amazonasgebiet für ihre Interessen ausbeuten.
Mit der Zeit wuchs in mir der Wunsch, Teams zu organisieren und mit integrativen, komplementären Therapien zu arbeiten, um Krankheiten vorzubeugen und den Heilungsprozess zu unterstützen. Das beinhaltet, Kurse zu organisieren und die Menschen zu motivieren, sich zu bemühen, eine bessere Lebensqualität zu erreichen.“
Seit der Pandemie und aufgrund meines Alters lebe ich in unserem Provinzhaus „Convento Santíssima Trindade“, in São Paulo. Unsere Kommunität ist international. Dadurch haben wir die Chance, unser Zusammenleben zu bereichern. Nun pflege ich den Kontakt mit vielen Bekannten und beschäftige mich im Kräutergarten Ich sammle Samen und mache Setzlinge, um sie an interessierte Gruppen zu verteilen.
Seit der Pandemie und aufgrund meines Alters lebe ich in unserem Provinzhaus „Convento Santíssima Trindade“, in São Paulo. Unsere Kommunität ist international. Dadurch haben wir die Chance, unser Zusammenleben zu bereichern. Nun pflege ich den Kontakt mit vielen Bekannten und beschäftige mich im Kräutergarten Ich sammle Samen und mache Setzlinge, um sie an interessierte Gruppen zu verteilen.
