… wohin Gottes Geist uns führt.
Sr. Sara berichtet aus Bolivien:
Im Moment sind wir 8 Schwestern, wir leben in 3 Kommunitäten in verschiedenen Departements – Cochabamba, Santa Cruz und Oruro. Die Schwestern in Santa Cruz arbeiten im Palmasola-Gefängnis, dem größten Gefängnis des Landes, in dem etwa 7.000 männliche und weibliche Gefangene leben. Ihre Kinder dürfen bis zum Alter von 6 Jahren bei ihren Müttern bleiben. Aus diesem Grund betreiben wir auch den Kindergarten des Gefängnisses, in dem wir 30 Babys und Kinder betreuen. Eine unserer Schwestern ist in der Erzdiözese Santa Cruz für die Gefängnispastoral zuständig. Viele werden meist aus Not straffällig durch z. B. kleine Drogengeschäfte. Die Menschen müssen oft sehr lang auf den Ausgang eines Strafprozesses warten.
Wir koordinieren auch Gemeindeaktivitäten, besuchen bedürftige Familien und ältere Menschen. Die Vorstädte wachsen enorm, und dort finden wir viel Not und Armut. Die Kinder sind oft allein zu Hause, weil die Eltern von früh morgens bis spät abends arbeiten müssen. Wir haben gesehen, dass viele der Kinder große Not leiden und nach der Schule nicht einmal ein Mittagessen bekommen. Aus diesem Grund bieten wir in Abstimmung mit der Pfarrcaritas den Kindern nachmittags ein Mittagessen und eine Lernbetreuung an.
In Cochabamba arbeiten wir mit behinderten Kindern, die von ihren Familien im Stich gelassen werden. Das Heim für diese Kinder wird von den Schwestern vom Heiligsten Herzen Jesu geleitet und wir SSpS helfen mit und unterstützen die Schwestern. Auch in der Pfarrgemeinde engagieren wir uns, wo unsere Hilfe gebraucht wird. Die Gemeinschaft in Oruro arbeitet in der Caritas Diocesana, wo wir mit Migranten, Frauen und Kindern in Stadtrandgebieten arbeiten. Es gibt einen großen Bedarf an Aus- und Weiterbildung. Deshalb organisieren wir mit den Kindern und Frauen Kurse zur schulischen Unterstützung, Frauenförderung, Nähen, Backen, etc. Wir arbeiten auch im Bildungsbereich, in der Dorfschule von Oruro.
Wir wissen, dass es große Not und viele Bedürfnisse gibt und wir nicht auf alle eingehen können, aber wir tun, was wir können. Wir helfen dort, wo Gottes Geist uns hinführt und sind sehr dankbar für die großherzige Unterstützung, denn das macht unsere Mission möglich.
Sr. Sara Tokarcikova SSpS
