Wallfahrt nach Mariazell
Um Gott zu danken für 150 Jahre Steyler Mission und für die europäische SSpS-Provinz zu beten, unternahmen am 2. September Steyler Missionsschwestern, Freunde und Mitglieder der MHGG (Missionarische Heilig-Geist-Gemeinschaft) eine eintägige Buswallfahrt von Stockerau nach Mariazell, dem bekanntesten mitteleuropäischen Wallfahrtsort in der Steiermark. Mit im Gepäck hatten sie auch viele Anliegen, die Freunde und Familien ihnen mit auf den Weg gegeben haben.
Bei unserer Ankunft gingen wir zum „Gnadenaltar” in der wunderschönen Basilika, wo sich die kleine Statue der Heiligen Maria mit Jesus auf dem Arm in der Mitte des Altars befindet. Die schlichte Holzstatue, die meist mit festlichen Kleidern bedeckt ist, wird als „Magna Mater Austriae”, die große Mutter Österreichs. Pilger aus allen Teilen Österreichs bezeichnet und aus anderen Ländern Europas kommen an diesen ganz besonderen Ort, um zu beten, eine Kerze anzuzünden, Dank zu sagen oder ihre Sorgen mit der Heiligen Maria zu teilen.
Dort feierten wir gemeinsam mit zwei anderen Pilgergruppen die Heilige Messe. Das gemeinsame Beten, Singen und Zuhören machte Gemeinschaft spürbar. Pater Franz Pilz SVD, der mit uns diese Pilgerfahrt machte, erwähnte in seiner Predigt, dass die Anfänge in Steyl sehr bescheiden waren und nicht auf einmal geschahen. Es bedurfte vieler Schritte, Entscheidungen wurden sehr sorgfältig getroffen, und der Heilige Geist führte durch raue und schwierige Zeiten und Situationen. Auch heute ist es notwendig, loszulassen, was nicht mehr möglich ist und mit Mut und Glauben an Gott, mit Hoffnung und Gebet etwas Neues zu beginnen. Es ist wichtig, sich an diese kleinen Schritte zu erinnern, die vor 150 Jahren in Steyl ihren Anfang nahmen, das zu schätzen, was seitdem in so vielen verschiedenen Ländern geschehen ist, und sich bewusst zu sein, dass wir nicht allein sind. Unsere Freunde unterstützen uns, begleiten uns und beten für uns auf unserem Weg in die Zukunft, besonders auch in der neu entstehenden europäischen SSpS-Provinz.
Auf dem Heimweg besuchten wir das Stift Lilienfeld, einen Ort des Staunens und lernten das „Steyler Viertelstundengebet“ kennen, das uns erinnert, wie wichtig es ist, dass Gott sich uns zuwendet und auch wir uns auf ihn hin ausrichten.
Sr. Christa Petra Ahrer und Barbara Weinberger-Zauner haben uns gut begleitet. Wir sind sehr dankbar für diesen besonderen Tag, für die erlebte Geschwisterlichkeit, für wohlwollende Begegnungen und unsere Verbundenheit als Pilger und Pilgerinnen der Hoffnung.
Wir leben in einer Zeit, wo vieles zugrunde geht; aber gerade deshalb muss anderes neu entstehen.
Arnold Janssen
