Einheit in Vielfalt
Es war ein glücklicher Zufall, dass am 15. Jänner, am Fest des Gründers Arnold Janssen und am Anfang des Themenjahres „Einheit in Vielfalt“ die Eröffnung der Europäischen Provinz stattfand. Das Kloster St. Koloman war bisher Provinzhaus für Österreich, Südtirol und Rumänien. Nun ist es Sitz der erweiterten Provinzleitung.

Einführung des Leitungsteams
Generaloberin Sr. Miriam Altenhofen führte das neue Leitungsteam ein, das aus der Leiterin der Provinz Sr. Anna Maria Kofler und ihren Rätinnen besteht, die je eine der bisherigen Ordensprovinzen repräsentieren.
Sr. Miriam legte den Schwestern ans Herz, Leitung als gemeinsame Aufgabe aller zu verstehen. Unterschiede in Persönlichkeit, Erfahrung und Kultur sind dabei kein Hindernis, sondern Bereicherung. Leitung besteht nicht in Autorität, die Respekt abverlangt, sondern im Dienst an der Gemeinschaft. Die Zukunft der Provinz wird von jeder einzelnen Schwester gestaltet, die sich für Engagement, Vertrauen und Hoffnung entscheidet. Unabdingbar sind Mut zu Entscheidungen, Geduld in Prozessen und Freude an neuen Zeichen des Lebens.

Worte der Ermutigung
Das Festtagsevangelium, der Johannesprolog weist uns auf wichtige missionarische Themen hin: Inkulturation und Inkarnation (Mensch-werdung). Hauptzelebrant Pater Christian Stranz, Provinzial der Zentraleuropäischen Provinz der Steyler Missionare, legte den Johannesprolog mit einer Formulierung von Andreas Knapp aus: Gott hat sich säkularisiert. Weil Gott ganz Mensch wurde, ist er nicht bloß an heiligen Orten und in schönen Erfahrungen gegenwärtig, sondern auch dort, wo es weh tut, wo es hässlich ist, und wo es Heilung braucht innen und außen. Das genau ist, wo die Schwestern gerufen sind, Gott zu begegnen und anderen Menschen erfahrbar zu machen.
Worte der Zuversicht
Sr. Anna Maria Kofler, die neue Provinzleiterin sagte: Wir stehen an einer Wegkreuzung, und wir haben bereits die Hinwendung zu einem neuen Weg begonnen – einem neuen Anfang für unsere missionarische SSpS‑Präsenz in diesem Teil Europas. Was wir alle gemeinsam gestalten, wird seine Früchte in den kommenden Jahren entfalten. Wir gehen diesen Weg im Vertrauen darauf, dass Gott selbst uns sowohl das Wollen als auch das Vollbringen schenkt (Philipper 3,1). Mit dieser Verheißung haben wir Ja gesagt zu dem Weg, der vor uns liegt.

Gäste
Es war ein besonderes Zeichen der Verbundenheit in Vielfalt, war die Anwesenheit von Schwestern aus den SSpS-Nachbarprovinzen Polen, Ukraine, Slowakei und Russland.
Die österreichische Ordenskonferenz wurde von der Präsidentin Sr. Franziska Madl OP repräsentiert und die Erzdiözese Wien vom Ordensvikar P. Erich Bernhard COp.
