Wir sind dankbar mit euch und für euch
Mit diesen Worten begrüßte Sr. Hemma Jaschke am Samstag, 18. April, die Jubilarinnen, St. Raphaela Winklhammer entzündete die Jubiläumskerze. Dankbar feierten wir im Kloster St. Koloman 60, 65 und 70 Jahre Ordensgelübde in der Missionskongregation der Dienerinnen des Heiligen Geistes.

Dankbarkeit erfüllt uns für das, was ihr Leben und Wirken über all die Jahrzehnte ausmacht. Für alles, was sie in ganz unterschiedlichen Arbeitsbereichen und an verschiedenen Orten vielen Menschen, Mitschwestern und unserer Kongregation geschenkt haben. Vor allem aber danken wir Gott, der Ursprung und Ziel ihres Lebens und ihrer Berufung ist, und der jede einzelne Schwester in Treue begleitet und mit seinem Geist geleitet hat und es bis heute tut.

Pater Franz Helm wies in der Predigt darauf hin, dass „Dienst“, „Diener, Dienerin sein“ in der Gesellschaft nicht positiv gesehen wird. Dennoch haben die Schwestern als „Dienerinnen des Heiligen Geistes“, ihr Leben Gott geweiht. Ihr Dienst wurde konkret zu einer Lebensaufgabe, die in Gemeinschaft als Antwort auf viele Herausforderungen gelebt wurde – in unglaublicher Vielfalt der Dienste rund um den Erdball.

In der Apostelgeschichte werden die Apostel als die beschrieben, die beim Gebet und beim Dienst am Wort bleiben wollen. So ist der missionarische Dienst in der jetzigen Lebensetappe vor allem der Dienst des Gebets und des Hörens auf Gottes Wort. Beides hat die Schwestern durch stürmische und herausfordernde Zeiten ihres Ordenslebens getragen und es trägt sie auch heute in den für manche sehr spürbaren Beschwernissen des Alters.

Nach dem Wort unserer Mitgründerin, Sr. Maria, Helena Stollenwerk „Unser Leben sei Liebe und Dankbarkeit“ haben wir froh, schlicht und schön gefeiert. Sr. Augustia hat eine schöne Kerze gestaltet als das gemeinsame Zeichen für alle Früchte, die das missionarisches Leben aller Jubilarinnen hervorgebracht hat. Die Profess-Urkunden von Sr. Maria Hemetsberger und Sr. Saveria Deiaco (70 Professjahre), Sr. Kathrine Mair, Sr. Waltraud Varga und Sr. Augustia Loiskandl (65 Professjahre) und Sr. Elsabetha Munter (60 Professjahre) lagen auf dem Altar als Symbol der lebenslangen Hingabe. Gemeinsam hat die Gemeinschaft in der Eucharistiefeier die Ordensgelübde erneuert.

Ein Gedicht von Martin Gutl hat uns begleitet:
Wenn ich da bin vor Gott und mich zu ihm hinhalte,
zu Ihm, dem Alpha und Omega,
weiß ich mehr denn je, woran ich bin:
Beim Ihm zählt kein Ansehen der Person.
sondern nur ein Mensch, der ein Liebender geworden ist.

