Hendrinafest in St. Koloman

25 Jahre Leitung Missionsprokur und MHGG Team.

Viele Menschen feierten am 21. Mai 2026 gemeinsam mit den Steyler Missionsschwestern und der Missionarischen Heilig Geist Gemeinschaft (MHGG) das 20. Hendrinafest im Gedenken an die Mitgründerin der Steyler Missionsschwestern, der seligen Mutter Josepha, Hendrina Stenmanns. Ihr Gedenktag ist der 20. Mai.

Von Herzen

Dieser Ausspruch Hendrina Stenmanns erinnert uns daran, einander offen zu begegnen, füreinander ein Herz zu haben und alles, was wir tun, mit ganzem Herzen zu tun. Er begleitet uns und symbolisiert unsere Verbundenheit in der Missionarischen Heilig-Geist-Gemeinschaft, deren Mitglieder sich in Südtirol und Österreich durch das Gebet, Gespräche, Briefe und auch Treffen verbunden wissen. Symbolisch dafür pflanzte das Vorbereitungsteam einen Herzblattbaum im Klostergarten. Bald darauf kamen die ersten Gäste und bei Kaffee und Kuchen im Festsaal gab es ein freudiges Wiedersehen bzw. Kennenlernen.

25 Jahre Leitung „Missionsprokur SSpS“ und MHGG

 2000 übernahm Sr. Christa Petra Ahrer die Missionsprokur der Steyler Missionsschwestern in Österreich und am Dreifaltigkeitssonntag 2001 gemeinsam in einem Team die Leitung der MHGG in Österreich und Südtirol. Mit vielen Fotos und Anekdoten erinnerten wir uns an Erlebnisse, Begegnungen, Höhepunkte, Abschiede und tauschten persönliche Erinnerungen aus. Die Mitglieder der MHGG sind seit vielen Jahren im Gebet verbunden, gemeinsam unterwegs. Was für ein Geschenk!

Es gibt aber auch Neues, neue Freundschaften, die sich weltweit entwickeln. Und so wurden Grüße via WhatsApp weltweit an die anderen Laiengruppen der Steyler Missionsschwestern übermittelt.

Sr. Christa Petra berichtete auch über die Entwicklungen und Veränderungen in der Missionsprokur. Gab es lange Zeit intensive Kontakte mit Schwestern aus Österreich und Südtirol, die zahlreich in aller Welt in verschiedenen Missionsländern gewirkt haben, so sind es heute vorwiegend Beziehungen zu SSpS aus verschiedenen Nationen, die in internationalen kleinen Gemeinschaften ihren missionarischen Dienst tun, dies oft in sehr herausfordernden Situationen.

So gedachten wir des Todes von Sr. Dr. Veronika Theresia Racková, die vor zehn Jahren im Südsudan in ihrem Ambulanzwagen angeschossen wurde und verstarb.

Besonders wichtig und wertvoll waren Sr. Christa Petra die vielen Begegnungen mit Wohltäterinnen und Wohltätern, die Kontakte zu Gruppenleiterinnen und Mitgliedern der MHGG, an deren Leben sie oft teilnehmen durfte. Sie bedankte sich beim MHGG-Team und bei den Mitarbeiterinnen im Büro, die vieles mitgestaltet und mitgetragen haben. Ständig waren Veränderungen notwendig: technische Entwicklungen, Computerprogramme, gesetzliche Vorgaben in Österreich und Übersee, veränderte Situationen.

 Ja, nichts verlangt so viel Treue und Einsatz wie lebendigerWandel.

Meine Mission in Wien

Nixon Jose Kappalumakkal SVD erzählte in seinem inspirierenden Gastvortag, wie er seine Mission in Favoriten zwischen Friedhof, Sporthalle und Social Media als Begleitung – Bewegung – Begegnung lebt.

Oft ist er der einzige Begleiter einer verstorbenen Person auf dem Wiener Zentralfriedhof. Der Steyler Missionar aus Kerala, Indien hält „Sozialbegräbnisse“ für Menschen, die niemand mehr haben und begleitet sie auf diesem letzten Weg.

Bewegung macht P. Nixon regelmäßig beim Sport. Gemeinsam mit anderen spielt er Badminton und Basketball. Die Basketball-Gruppe wächst durch die gemeinsame Aktivität zusammen. Teamgeist entsteht und wechselseitiges Vertrauen wächst. Die bunt zusammengewürfelte Gruppe, der jüngste ist Teenager, der Älteste über 80 Jahre alt, freuen sich, mit einem Priester und Ordensmann im Team Basketball zu spielen.

Die Gruppe lässt den Abend nach dem Spiel gemeinsam im Gasthaus ausklingen und dort findet man Zeit für durchaus kritische Fragen zu Religion, Politik, Weltgeschehen und Gespräche über Gott und die Welt.

Über verschiedene Social-Media-Kanäle begegnet P. Nixon vielen Menschen, die er mit kurzen Impuls-Videos inspiriert und zum Nachdenken anregt.

Festmesse mit Teamsendung

Stephan Dähler SVD, der Missionsprokurator in St. Gabriel und zuständig für die Partner der Steyler Missionare ist, feierte mit uns die Festmesse. In der Predigt erinnerte er an Hendina Stenmanns Begabung warten und durchhalten zu können, ja oft zu müssen, bis erhoffte Entscheidungen getroffen wurden.

In der Redewendung „Abwarten und Tee trinken“ fand P. Stephan Hendrinas Gespür für den richtigen Moment. Tee muss ziehen, nicht zu wenig, aber auch nicht zu lange. Mithilfe einer elektronischen Teeuhr mit Alarmfunktion für verschiedene Teesorten durften wir akustisch erfahren, wie es wohl für Hendrina gewesen sein mag, den inneren Impuls oder Alarmton nicht zu überhören, der die Zeit zum Handeln ankündigte.

Sr. Hemma Jaschke SSpS sendete anschließend das MHGG Team für die kommenden zwei Jahre und überreichte Barbara Weinberger-Zauner, Katharina Maria Ribisch und Hermi Schwanzer Urkunden und Ikonen als Dank für die Mitarbeit. Gemeinsam mit der Festgemeinschaft betete das MHGG-Team das Heilig Geist Gebet der Ostkirche, das für die MHGG besonders wichtig ist. Vor dem Schlusssegen gab es dann herzliche Gratulation, Applaus und Dank an Sr. Christa Petra für 25 Jahre intensiven Einsatz und Arbeit in der Missionsprokur und in der Begleitung und Betreuung der Missionsfreunde und Mitglieder der MHGG.

Auch das schönste Fest geht einmal zu Ende. Bei der abschließenden Agape war noch Zeit für regen Austausch und gute Gespräche.

Auf ein Wiedersehen beim Hendrinafest im nächsten Jahr!