Erdbeben trifft Flores schwer

Nach einem Erdbeben der Stärke 7,7 auf Flores sind fast alle Steyler Schwestern laut Berichten wohlauf, doch erhebliche Schäden an Schulen, Internaten und der Infrastruktur haben zu Unterrichtsausfällen und weitreichenden Stromausfällen geführt.

Am 15. August erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,7 mit Epizentrum in Nagekeo auf Flores die Insel heftig, und Nachbeben erschüttern die Region weiterhin. In der SSpS-Provinz West-Flores sind alle unsere Schwestern in Sicherheit und wohlauf, es gab keine Todesopfer.

Sr. Hironima und die Mutter einer anderen Schwester erlitten beim Einsturz eines Gebäudes schwere Kopfverletzungen. Das medizinische Team unserem Krankenhaus Klinik in Kewapante konnte sie sofort versorgen.

In diesem Krankenhaus waren zur Zeit des Erdbebens 61 Patient:innen in Behandlung. Sie wurden in den zentralen Innenhof evakuiert, wo von der Polizei Zelte aufgebaut wurden. Inmitten dieser Panik- und Stresssituation brachte eine Mutter ihr Baby im Kräutermedizinladen gesund zur Welt.

Viele Menschen haben sich weit entfernt vom Meer in Sicherheit gebracht. Die Lage hat sich inzwischen beruhigt, es gibt aber Alarmbereitschaft.

Die großen Schäden in Gemeinden, Schulen und Internaten sind unübersehbar.

In Ruteng sind mehrere Schuleinrichtungen stark betroffen: An der SMAK Setia Bakti 13 Klassenzimmer, 8 an der SMPK Imakulata und 6 an der TKK Inviolata sind derzeit unbenutzbar. Der Unterricht wurde ausgesetzt, und die Internatsschüler werden vorübergehend in Notzelten untergebracht.

Weitreichende Strom- und Internetausfälle haben die Kommunikations- und Koordinationsbemühungen zusätzlich erschwert.